5 Sterne für Fiat 500L – Bestnote im Crashtest

Donnerstag, 29. November 2012

Höchstwertung auch nach weiter verschärften Regeln des Euro NCAP Sechs Airbags, ESP, Überrollschutz und Lenkassistent serienmäßig

Der neue Fiat 500L gehört zu den sichersten Autos auf Europas Straßen. Zu diesem Ergebnis kommt das European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) nach seiner jüngsten Serie von Crashtests. Das unabhängige Institut, dessen Prüfverfahren die gesetzlichen Anforderungen weit übertrifft und zu den anspruchsvollsten weltweit gehört, zeichnete den Fiat 500L mit 5 Sternen aus. Der italienische Minivan gehört damit zu den wenigen Fahrzeugen, die auch nach den gerade weiter verschärften Regeln von Euro NCAP die Höchstnote erhalten.

Der Fiat 500L erreichte im Crashtest löschen insgesamt 83 von 100 möglichen Punkten. Damit ist der 500L weltweit auf Topniveau. In der Kategorie „Schutz von erwachsenen Passagieren“ bescheinigten die Prüfer ein Ergebnis von 94 Prozent. In der Disziplin „Schutz von Kindern“, bei der Euro NCAP die Wirkung der Sicherheitssysteme gegenüber 18 Monate und drei Jahre alte Kindern überprüft, erreichte der Fiat 500L sehr gute 78 Prozent. Beim Fußgängerschutz wurden 65 % erzielt und bei der Bewertung der Fahrassistenzsysteme 71 Prozent. Das Fünf-Sterne-Urteil für den Fiat 500L ist umso beeindruckender, da Euro NCAP seit Anfang des Jahres mit einem verschärften Verfahren urteilt, nach dem viele frühere Fünf-Sterne-Bewertungen nicht mehr erreicht werden würden.

Das Ergebnis ist eine sehr sichere Karosseriestruktur, die beispielsweise bei einem Frontalaufprall entstehende Kräfte über drei Pfade in den Aufbau einleitet. Dadurch werden nicht nur die Menschen an Bord des Fiat 500L optimal geschützt, weil alle Sicherheitssysteme perfekt arbeiten können. Die moderne Karosseriestruktur verringert außerdem die auf den Unfallgegner einwirkenden Kräfte so weit wie möglich.

Die Sicherheitsausstattung des neuen Fiat 500L ist serienmäßig äußerst umfangreich. Alle Modellversionen haben sechs Airbags an Bord: jeweils einen für Fahrer und Beifahrer, zwei Seiten-Airbags in den Lehnen der vorderen Sitze sowie zwei durchgehende Window-Airbags, die den Kopfbereich von vorderen und hinteren Sitzen abdecken. Optional ist außerdem ein Knie-Airbag für die Fahrerseite erhältlich (ab Ausstattungsversion Easy).

Die Kopfstützen der Vordersitze sind mit einem Anti-Schleudertrauma-System ausgestattet, das bei einem Heckaufprall vor Verletzungen im Nackenbereich schützt. Die beiden äußeren Rücksitze weisen Kopfstützen sowie ISOFIX-Verankerungen für Kindersitze auf. Optional ist eine dritte Kopfstütze erhältlich. Darüber hinaus ist die Lenksäule deformierbar, um die Verletzungsgefahr für den Oberkörper des Fahrers bei einem Frontalaufprall – auch bei höheren Geschwindigkeiten als im Crashtest von Euro NCAP – stark zu reduzieren. Abgerundet wird die Sicherheitsausstattung des neuen Fiat 500L von Scheinwerfern mit integriertem Tagfahrlicht sowie Nebelscheinwerfern mit Kurvenlicht-Funktion (optional).

Zur Serienausstattung des neuen Fiat 500L gehört außerdem das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP), das den Fahrer in kritischen Situationen durch radselektiven Bremseingriff dabei unterstützt, den stabilen Fahrzustand aufrechtzuerhalten. Integriert in das ESP sind zusätzlich mehrere Assistenzsysteme, die ebenfalls in kritischen Situationen unterstützend eingreifen. So verhindert die Antriebsschlupfregelung (ASR) ein Durchdrehen der Vorderräder auf glattem Untergrund. Die Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR) wirkt zum Beispiel auf nasser Fahrbahn beim ruckartigen Herunterschalten dem kurzzeitigen Blockieren der Vorderräder entgegen.

Die Berganfahrhilfe (Hill Holder) hält nach dem Loslassen des Bremspedals den Druck im Bremssystem noch für einen kurzen Moment aufrecht, ein ungewolltes Anrollen des Fahrzeugs an Steigungen oder Gefällen wird so ausgeschlossen. Wird der Fahrzustand so instabil, dass mindestens ein Rad den Fahrbahnkontakt komplett verliert, greift der elektronische Überrollschutz (Electronic Rollover Mitigation) ein. Durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder wirkt die Elektronik einem Überschlag entgegen und stabilisiert das Fahrzeug. Und der Lenkassistent (Dynamic Steering Torque) fängt mit gezielten Lenkimpulsen ein ausbrechendes Fahrzeugheck wieder ein.

Die standfeste Bremsanlage des neuen Fiat 500L wird serienmäßig durch das Anti-blockiersystem (ABS) unterstützt, ein großes Sicherheitsplus auf glatten Straßen oder Fahrbahnen mit wechselnder Bodenhaftung. Für eine stets optimale Verzögerungswirkung an Vorder- und Hinterachse trotz unvermeidlicher dynamischer Achslastverlagerung beim Bremsen sorgt die elektronische Bremskraftverteilung (EBD). Der Bremsassistent (Brake Assist) schließlich erkennt Notfallsituationen und verstärkt für einen noch kürzeren Anhalteweg die Bremswirkung, und zwar unabhängig vom Pedaldruck des Fahrers.

Der neue Fiat 500L (außer Ausstattungsvariante Pop) kann optional außerdem mit dem innovativen City-Notbremsassistent (Low Speed Collision Mitigation, LSCM) ausgestattet werden, der drei Funktionen in sich vereint. Die automatische Notfallbremse (Automatic Emergency Braking) erkennt in einem Geschwindigkeitsbereich unterhalb von 30 km/h Hindernisse vor dem Fahrzeug und leitet automatisch eine Notbremsung ein, sollte der Fahrer trotz drohender Kollision nicht reagieren. Sie nimmt gleichzeitig die Motorleistung zurück, sollte der Fahrer das Gaspedal nicht loslassen. Die Bremse wird zwei Sekunden nach dem Stillstand wieder gelöst damit die Fahrt fortgesetzt werden kann. Abhängig von bestimmten Parametern (Straßenbedingungen, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung des Fahrzeugs, Hindernisanordnung, Reifenzustand) kann der Eingriff des LSCM eine Kollision komplett verhindern oder deren Auswirkungen mindern.

Mit der automatischen Bremsbereitschaft (Prefill) wird vorsorglich Druck im Bremssystem aufgebaut, womit ein schnelleres Ansprechen der Bremsen erreicht wird. Der City-Notbremsassistent arbeitet außerdem mit dem Bremsassistenten (Brake Assist) zusammen. Das LSCM-System berücksichtigt darü-ber hinaus spezielle Fahrzustände. So werden beispielsweise bei nicht angelegten Sicherheitsgurten, vereisten Straßen oder Rückwärtsfahrt angepasste Aktivierungslogiken angewendet.