26.10.2017

FCA Heritage bei der Oldtimermesse „Auto e Moto d'Epoca" in Padua

Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth schicken fünf Klassiker, die in der Historie der Marken wichtige Rollen gespielt haben. Aktuelle Modelle Alfa Romeo 4C Spider und Abarth 124 spider schlagen die Brücke in die Gegenwart. Die „Auto e Moto d'Epoca", die vom 26. bis 29. Oktober 2017 zum 34. Mal stattfindet, gehört zu den wichtigsten Messen ihrer Art in Europa.

 

Turin, im Oktober 2017

FCA Heritage, die für klassische Fahrzeuge der Marken Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth zuständige Abteilung von Fiat Chrysler Automobiles (FCA), beteiligt sich zum ersten Mal an der Oldtimermesse „Auto e Moto d'Epoca" im norditalienischen Padua (26. bis 29. Oktober 2017). Auf der Messe, die zu den wichtigsten ihrer Art in Europa gehört, zeigt FCA Heritage fünf legendäre Klassiker und zwei aktuelle Modelle. Sie stehen für die große Rolle von Fahrzeugen, Ingenieuren und Motoren von Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth, die diese beim technologischen Fortschritt und im Rennsport des letzten Jahrhunderts gespielt haben.

Drei der fünf Klassiker, die FCA Heritage in Padua zeigt, haben gerade erst eine umfangreiche Restaurierung durchlaufen: ein Alfa Romeo 33/3 Le Mans aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft 1970, ein Fiat 525 SS aus dem Jahr 1929 und ein Lancia Aprilia der ersten Bauserie. Sie haben in der laufenden Saison an einigen der weltweit renommiertesten Oldtimer-Veranstaltungen teilgenommen, darunter der Mille Miglia und dem „Goodwood Festival of Speed". Die Phalanx der Klassiker wird ergänzt durch einen Lancia Aprilia der zweiten Bauserie. Diesen Oldtimer hat FCA Heritage erst jüngst erworben. Auch ihm wird eine komplette Restaurierung gegönnt, um ihn wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist ein Fiat 124 Abarth Rally in sogenannter Gruppe-4-Version im zeitgenössischen Gelb-Blau des damaligen Sponsors Olio Fiat. Dieses Rallyeauto stammt aus einer privaten Sammlung und ist mit einem Originalitätszertifikat von Abarth Classiche versehen, einer der Servicedienstleistungen von FCA Heritage.

FCA Heritage hält für die Besucher der Messe ausführliche Informationen zu diesen Leistungen bereit. Einen Überblick bietet außerdem der Auftritt im Internet (www.fcaheritage.com). Dort finden Fans von Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth eine Fülle an Informationen rund um die Historie der italienischen Marken von FCA sowie zu aktuellen Veranstaltungen und Aktionen. Immer auf dem neuesten Stand sind Oldtimerliebhaber mit dem Newsletter von FCA Heritage. Besitzer von klassischen Alfa Romeo, Fiat und Lancia erhalten bei FCA Heritage das sogenannte Originalitätszertifikat, eine Art Geburtsurkunde ihres Fahrzeugs. Darin sind zum Beispiel das exakte Datum der Herstellung und die ursprüngliche Serienausstattung festgehalten. Eigentümer klassischer Lancia und Abarth können außerdem das sogenannte Echtheitszertifikat beantragen, in dem beispielsweise die Originalität von nachgerüsteten Komponenten oder die Rennhistorie bestätigt wird. Darüber hinaus bietet FCA Heritage selbst Restaurierungen an, die von speziell ausgebildeten Fachkräften nach höchsten Qualitätsstandards ausgeführt werden.

FCA Heritage baut sein Angebot rund um Oldtimer ständig weiter aus. In naher Zukunft werden Reproduktionen von Bedienungsanleitungen historischer Fiat, Lancia und Alfa Romeo über die Internetseite bestellbar sein. Eine weitere Innovation ist die neue Motoröl-Marke Selenia Classic, die moderne Technologie mit den Anforderungen von Oldtimer-Triebwerken kombiniert. Verkauft werden die neuen Öle in Behältern, deren Design an die klassischen Marken Olio Fiat und Selenia Alfa Romeo erinnert. Die in Kooperation mit PETRONAS produzierten Öle der Selenia Classic Linie sind ab 2018 bei autorisierten Händlern der FCA Marken zu haben.

Abgerundet wird das Angebot von FCA Heritage auf der „Auto e Moto d'Epoca" von zwei faszinierenden Automobilen des Jahrgangs 2017. Der Alfa Romeo 4C Spider und der Abarth 124 spider sind Beispiele für Fahrzeuge, die mit hervorragenden Fahrleistungen überzeugen und eine Menge Fahrspaß bieten.

Ein weiterer berühmter Alfa Romeo ist der Star am Messestand des italienischen Automobilclubs ACI. Als Leihgabe des Werksmuseums in Arese - bekannt unter dem Zweitnamen „Zeitmaschine" - kommt ein Alfa Romeo 8C 2300 Monza aus der Grand-Prix-Saison 1931 nach Padua. 

 

Alfa Romeo Tipo 33/3 Le Mans (1970)

Parallel zu den Rennen der Tourenwagen-Europameisterschaft startete Alfa Romeo 1970 auch in der Sportwagen-Weltmeisterschaft, zu der als Saisonhöhepunkt das 24-Stunden-Rennen in Le Mans zählte. Der für diese Serie entwickelte Alfa Romeo Tipo 33/3 hat einen Dreiliter-Achtzylinder im Heck, der mit indirekter Kraftstoffeinspritzung und vier Ventilen pro Zylinder rund 400 PS bei 8.000 Touren leistet. Das leichte, aus Aluminium und Titan gefertigte Monocoque-Chassis mit der flachen Karosserie ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h. 1971 war die erfolgreichste Saison des Alfa Romeo Tipo 33/3 mit Siegen beim Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien durch den Italiener Nino Vaccarella und den Niederländer Toine Hezemans.

Das in Padua ausgestellte Fahrzeug steht normalerweise im Museo Storico Alfa Romeo in Arese und wurde vor Kurzem in einsatzfertigen Zustand versetzt. Der legendäre Renner begeisterte unlängst beispielsweise die Besucher des „Goodwood Festival of Speed", das zu den weltweit wichtigsten Veranstaltungen für historische Rennfahrzeuge zählt.    

 

Fiat 525SS (1929)

Der zwischen 1929 und 1931 gebaute Fiat 525SS ist ein typischer Vertreter der sportlichen, offenen Luxuswagen dieser Ära. Die Buchstaben SS stehen dabei für den Begriff „supercompressa", der ein Hinweis auf die erhöhte Verdichtung des Motors ist. Für das Design des Fahrzeugs war Mario Revelli di Beaumont verantwortlich, die Karosserie wurde in der darauf spezialisierten Abteilung im Fiat Werk hergestellt. Basismodell ist die Limousine Fiat 525, von der die Variante „supercompressa" unter anderem die hintere Starrachse und die hydraulischen Stoßdämpfer übernahm.

Eine Neuentwicklung war dagegen der Sechszylindermotor mit einem auf 3,7 Liter erhöhtem Hubraum. Dank der für die Zeit hohen Kompression produzierte er 66 kW (90 PS), genug für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Der Fiat 525SS wurde im Fiat Werk Lingotto gebaut und nahm an einigen der großen Rennen der Zeit teil, darunter am Alpenpokal (Coppa delli Alpi) und der „Coppa delle Venezie".       

Vom Fiat 525SS sind weltweit nur noch vier Stück bekannt. Das auf der „Auto e Moto d'Epoca" ausgestellte, komplett restaurierte Exemplar ist normalerweise Teil der Sammlung im Centro Storico von Fiat in Turin. Es startete in diesem Jahr bereits an der für historische Rennfahrzeuge reservierten Veranstaltung „Vernasca Silver Flag" und nahm am Concours d'Elegance im Valentino-Park in Turin teil.      

 

Lancia Aprilia (1937)

Der 1937 präsentierte Lancia Aprilia war das letzte Modell der Luxusmarke, das unter der Regie des kurz vor der Präsentation verstorbenen Firmengründers Vincenzo Lancia (1881 - 1937) entstand. Zu den Innovationen zählen die selbsttragende Karosserie ohne B-Säule zwischen vorderen und hinteren, gegenläufig öffnenden Türen sowie die Einzelradaufhängung an der Hinterachse. Der Motor, ein V4-Zylinder mit extrem engem Bankwinkel (rund 19 Grad), leistet trotz geringen Hubraums von nur 1.352 Kubikzentimeter dank hemisphärisch ausgebildeter Brennräume erstaunliche 35 kW (48 PS). Die mit Erkenntnissen aus Versuchen im Windkanal - zu der Zeit eine Sensation - gestaltete Karosserie ist aerodynamisch besonders günstig. Der Lancia Aprilia erreichte eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Der von FCA Heritage auf der Oldtimermesse in Padua gezeigte Lancia Aprilia stammt aus der werkseigenen Sammlung. Frisch restauriert, startete er bei der Mille Miglia 2017, der Gleichmäßigkeitsrallye auf den Spuren des legendären Straßenrennens von Brescia nach Rom und zurück.

 

Lancia Aprilia (1946)

Zwei Jahre nach Start der Baureihe, von der bis dahin bereits rund 9.000 Fahrzeuge verkauft worden waren, wurde der Lancia Aprilia gründlich überarbeitet. So erhielt die zweite Modellgeneration einen neuen Motor mit noch geringerem Zylinderwinkel (rund 17 Grad) und auf 1.486 Kubikzentimeter erhöhtem Hubraum. Die Leistung blieb bei 35 kW (48 PS). Allerdings stellte der V4 nun etwas mehr Durchzugskraft bei niedrigeren Drehzahlen zur Verfügung, was die Fahrt komfortabler machte. Auch die Bremsanlage war leistungsfähiger. Optisches Erkennungsmerkmal der zweiten Serie des Lancia Aprilia ist der geänderte, leicht gebogene Kühlergrill.

Der in Padua ausgestellte Lancia Aprilia wurde von FCA Heritage gerade erst erworben mit dem Ziel, ihn  auf Auslieferungszustand zu restaurieren, damit das zeitlos schöne Design wieder seine volle Wirkung entfalten kann.

 

Alfa Romeo 4C Spider (2017)

Das Coupé Alfa Romeo 4C und der technisch weitgehend identische Roadster Alfa Romeo 4C Spider verkörpern die DNA von Alfa Romeo perfekt: hohe Leistung, innovative Technologie und atemberaubendes Design. Beide Modelle werden von einem Turbo-Mittelmotor angetrieben, der aus einem Hubraum von 1.750 Kubikzentimeter 177 kW (240 PS) produziert. Damit sind eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 258 km/h möglich (beim Alfa Romeo 4C Spider 257 km/h). Bei einer Vollbremsung wirken dank der High-Performance-Bremsanlage Verzögerungskräfte von bis zu 1,25 g auf die Passagiere, in Kurven erreicht die Querbeschleunigung bis zu 1,1 g.

Alfa Romeo 4C und Alfa Romeo 4C Spider haben als tragende Struktur ein Monocoque aus Kohlefaser. Es wird durch aus Aluminium gefertigte Hilfsrahmen an Front und Heck ergänzt - auch dies eine aus dem Motorsport adaptierte Technologie. Die Karosserie besteht aus dem Faser-Kunststoff-Verbundwerkstoff SMC (Sheet Moulding Compound), der im Vergleich zu Stahl und sogar dem Leichtmetall Aluminium einen deutlichen Gewichtsvorteil aufweist.

 

Abarth 124 spider (2017)

Der aktuelle Abarth 124 spider ist ein direkter Nachfahrer des Fiat 124 Abarth Rally aus dem Jahr 1970, beide Fahrzeuge stehen auf der „Auto e Moto d'Epoca" Seite an Seite. Beide Fahrzeuge wurden vom Abarth Racing Team entwickelt und stehen für die grundlegenden Werte der Marke: hohe Leistung, überdurchschnittliche Verarbeitungsqualität und innovative Technologie.

Zur Serienausstattung des 2017er Abarth 124 spider gehört unter anderem ein mechanisches Sperrdifferenzial in der Hinterachse, ein typisches technisches Merkmal eines Premium-Sportwagens. Als Antrieb dient ein 1,4-Liter-Turbomotor mit 125 kW (170 PS) Leistung, ein Bestwert in diesem Segment. Das hinter der Vorderachse platzierte Triebwerk sorgt außerdem für eine optimale Gewichtsverteilung. Auch das Leergewicht von nur 1.060 Kilogramm begünstigt die sportlichen Fahrleistungen des Abarth 124 spider.

 

 

Verbrauchswerte

Alfa Romeo 4C + Alfa Romeo 4C Spider

177 kW (240 PS)

6,8 l/100 km**

157g/km**

 

Abarth 124 spider

1.4 MultiAir 125 kW (170 PS)

6,4(MT) /6,6(AT) l/100 km**

148 (MT)/153 (AT) g/km**

 

**Kraftstoffverbrauch kombiniert (l/100 km) nach RL 80/1268/EWG und CO2-Emission kombiniert (g/km). Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und hier unentgeltlich erhältlich ist.

 

 

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